REACH (Verordnung 1907/2006/EG) & CLP (Verordnung 1272/2008/EG)

Die REACH-Verordnung (1907/2006/EG) ist eine bleibende Herausforderung für Hersteller, Importeure und Anwender chemischer Stoffe, Mischungen und Erzeugnisse.

Wir übernehmen die Erstellung und Einreichung der für Ihr Unternehmen erforderlichen Registrierungsdossiers und aller weiteren Verpflichtungen, die sich aus der REACH-Verordnung ergeben:

wie:

Verpflichtungen nachgeschalteter Anwender,

Sicherheitsdatenblätter

Meldung an das Einstufungsverzeichnis der ECHA.

Wir übernehmen für Hersteller außerhalb der EU die Aufgaben eines Alleinvertreters im Sinne des Art. 8 der REACH-Verordnung.

REACH 2018

Am 31. Mai 2018 läuft die letzte der durch die REACH-Verordnung (EG/ 1907/2006) eingeräumten Übergangsfristen für die Registrierung von Phase-In Stoffen aus.

Danach dürfen auch diese Stoffe in Mengen von ≥1 t/Jahr (abgesehen von Ausnahmen) nur noch auf den EU-Markt gebracht werden, wenn diese registriert sind.

Von den ca. 20.000 vorregistrierten Phase-In-Stoffen sind bisher lediglich ca. 8000 registriert. Im Unterschied zu den bereits registrierten Stoffen, bei denen Sie sich einer bereits bestehenden Registrierung anschließen können, erwarten wir, dass bei einer großen Anzahl von Stoffen „von vorn“ angefangen werden muss.

In diesen Fällen ist der einzuplanende zeitliche und personelle Aufwand für alle Beteiligten merklich höher, als bei Stoffen, wo Sie sich einer bestehenden Registrierung anschließen können.

Da für eine Registrierung in der Regel analytische Leistungen (chem.-phys. , toxikologische und ökotoxikologische Untersuchungen) Dritter beansprucht werden müssen, können sich aus Kapazitätsgründen Auftragsstaus mit entsprechend längeren Lieferzeiten ergeben.  Auch mit Preissteigerungen sollte gerechnet werden.

Wir empfehlen daher, in einem ersten Schritt jetzt zu klären,

  • welche Stoffe aus Ihrem Produktportfolio in welchem Mengenband zu registrieren sind
  • welche dieser Stoffe von Ihren Kunden in welchen Mengen als Zwischenprodukte unter strikt kontrollierten  Bedingungen verwendet werden.

Auf dieser Basis können dann für ihre Registrierungen Prioritäten gesetzt und der Ablauf geplant werden.

Die tatsächlichen Registrierungsanforderungen und der damit verbundene Aufwands müssen für jeden Ihrer Stoffe separat geklärt werden. Dazu sollten u.a. folgende Fragen beantwortet werden:

  • Gibt es ein bereits „arbeitendes“ Forum für den Datenaustausch (SIEF) oder ein Konsortium?
  • Ist der Stoff bereits durch Dritte bei der ECHA registriert und welche Dossiers wurden eingereicht?
    • Decken die in der Registrierung enthaltenen Angaben die für ihren Stoff zu erfüllenden Registrierungsanforderungen ab?
  • Welche Daten sind für Ihre Registrierung beizubringen?
    • Welche Daten liegen vor und sind brauchbar (in Bezug auf Relevanz, Zulänglichkeit und Verlässlichkeit)? (Datenrecherche)
    • Welche Datenlücken sind zu schließen? (ggf. reduzierte Datenanforderungen für Mengenband 1-<10t/Jahr)
  • Müssen Studien in Auftrag gegeben werden?
    • Andere Möglichkeiten z.B. (Q)SAR)?
  • Wie wird der Stoff durch Ihre Kunden verwendet?

Für eine Registrierung im Mengenband 10 bis <100 t/Jahr muss für gefährliche Stoffe zur Registrierung ein Stoffsicherheitsbericht mit Expositionsszenarien für die Verwendungen Ihrer Kunden eingereicht werden.

Auch wenn Sie keine Stoffe zu registrieren haben, gelten Verpflichtungen aus Ihrer Rolle als nachgeschalteter Anwender (Downstream User).

Verpflichtungen nachgeschalteter Anwender
Kommunikation Ihrer Verwendungen bzw. die Ihrer Kunden in der Lieferkette.
Kommunikation der Informationen zur sicheren Verwendung
Erstellung und Einreichung von Mitteilungen über nicht unterstützte Verwendungen

Hier finden Sie nützliche Informationen zu den Verpflichtungen nachgeschalteter Anwender.

Sicherheitsdatenblätter
Für Stoffe und Mischungen, die in Verkehr gebracht werden, müssen  entsprechend den Anforderungen der REACH- und CLP-Verordnung spätestens mit der ersten Lieferung an Anwender Sicherheitsdatenblätter durch den Inverkehrbringer zur Verfügung gestellt werden.
Bei registrierten Stoffen in Mengen von 10 t und mehr pro Jahr müssen bei gefährlichen Stoffen  die für den Verwender relevanten Expositionsszenarien in einem Anhang zugefügt werden.
Wir erstellen für Sie (erweiterte) EU-Sicherheitsdatenblätter

Meldung an das Einstufungsverzeichnis der ECHA
Die Einstufung und Kennzeichnung von in Verkehr gebrachten Stoffen  muss unabhängig von der in Verkehr gebrachten Menge mit einem entsprechenden Dossier bei der ECHA gemeldet werden.

 

Kontakt

Chemieservice Dr. Stöber
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